Wednesday, March 26, 2008
Meer is nich
Monday, March 24, 2008
Mein Hut
Wieder zu Hause habe ich meinen Hut nicht mehr gefunden. Bei der Fahrt mit dem Fahrrad vom Bahnhof zu meiner Wohnung in Karlsruhe habe ich Sie das erste Mal schmerzlich vermißt. Obwohl schon März war, war auch im sonst sonnigen Süden noch Ohrenfrierwetter.
In einer Nebenstraße in KA gibt es einen schönen Laden mit dem Namen "Tragware". Dort habe ich zwischen den vielen raffinierten Taschen auch zufällig die Hüte von Susanne Schmitt gesehen. Meiner war nicht dabei, aber für 80 Euro könnte er wieder bestellt werden. Da schau ich doch noch mal in meinen Fundus, ob ich was gegen kalte Ohren finde.
In meiner Truhe lagen neben Mitleidskäufen aus Nepal und weiteren Fehlkäufen auch ein Naturprodukt, das ich auf dem Zwiebelmarkt vor 10 Jahren fand. Eigentlich wollten wir nur ein lustiges Foto machen. Ich weiß nicht was geschehen war, dass ich mich zu dem Kauf damals hinreißen ließ. Meine Freundin bewies Stärke und hat ihn wieder zurück gelegt.Bevor meine Ohren erfrieren, musste ich was Neues finden. Also begann ich den Markt zu erforschen, recherchierte im Internet, klapperte alle Geschäfte ab und besuchte Modenschauen.
Meine Hoffnung bei "Gnadenlos Chic" der Modenschau im Monami etwas Vernünftiges zu finden hat sich zerschlagen. Also muss ich doch auf die Suche nach meiner "Medici" gehen (so heißt das Modell bei Susanne Schmitt, siehe www.schmitthut.de/ ) Ich rief in der Pension in Oberhof an, dann bei "Salvatore", bei G. und R. und H. die an dem Wochenende mit in Oberhof waren und schließlich in der Rennsteigtherme. Dort war sie. Bin ich doch tatsächlich damals nach dem Schwimmen und Sauna mit frisch gewaschenen Haaren ohne Kopfbedeckung gegangen!? Nach nur noch einer Woche kalten Ohren kam ein Paket für 12 Euro Selbstübernahmegebühr an, da lag das gute Stück sorgfältig in einem großen Karton zwischen Styroporwürstchen. Man hat sich nicht getraut sie flach in einen Umschlag zu schieben und für 1 Euro 45 abzusenden, was für mich okay gewesen wäre.
Nun habe ich wieder meine multifuktionale Wendemütze. Damit war ich für das kälteste Ostern seit das Wetter aufgezeichnet wird wieder gut ausgerüstet
Sunday, March 09, 2008
Gnadenlos chic
Tuesday, February 05, 2008
Thursday, January 31, 2008
Stromausfall
Monday, January 21, 2008
Skifoarn
Tuesday, January 08, 2008
Arche Nebra
Wednesday, November 28, 2007
Funny van Dannen

Es war schon ein witziges Konzert, zweieinhalb Stunden stand er einfach mit seiner Gitarre, ab und zu einer Mundharmonika auf der Bühne und sang seine schnörkel- und schonungslosen Lieder. Nach zwei Zugaben packte er seine Zettel in sein kleines Köfferchen, nahm sein Bierchen mit und ging. Die Texte brauchte er tatsächlich, einmal wußte er nicht weiter. Dagegen die Frau die neben mir saß, sang seine Lieder mit circa einer Sekunde Vorsprung mit bzw. vor. Sie konnte aber auch nicht seine Soffleuse sein, weil wir auf dem Rang in der letzten Reihe saßen. Die paar Lieder von "Herzscheiße" die ich kenne ("Ich brauche einen neuen Psychiater" und "Freunde der Realität") hat er nicht gesungen. Naja er hat ja auch 10 CD, also über 200 Lieder rausgebracht...
Saturday, November 24, 2007
Dicke
Dicksein ist Charaktersache.
Ich hatte mal eine Brigitte oder Freundin, da gab es eine Liste mit Fragen die man seinem Partner schon immer mal stellen wollte und dies nun auch abwechselnd tun sollte. Ich wählte zuerst die Frage: „Wären 10 Kilo Übergewicht bei mir ein Trennungsgrund für Dich?“ Mein Partner sagte prompt und ganz klar „Ja!“ Ich gab noch zu bedenken, dass doch die inneren Werte und der Charakter eigentlich zählen. Aber so richtig ernst meinte ich das nicht.
Nach meiner Rückreise aus Japan, wo es nur 3 Prozent Übergewichtige gibt, wahrscheinlich sind das vor allem die Sumoringer, ist mir auf dem Marktplatz am Bratwurststand beim Anblick der fetten bratwurstfressenden Leute fast schlecht geworden. Ich beschloss das erste Mal zu fasten und 3 Kilo überflüssiges Fett abzubauen.
Eine ehemalige Kollegin, die ein paar Monate mir gegenüber saß, hat meine Vorurteile auch nur bestätigt. Sie hatte ein extrem breites Gesäß, das sie beim Laufen kaum ausbalancieren konnte, saß als Zeichnerin den ganzen Tag am Computer, klagte über Rücken- und Hüftbeschwerden, rannte von einem Arzt zum andern und beschwerte sich, dass die ihr nicht helfen konnten. Fast jeden Tag brachte sie uns eine Rolle Schokokekse mit. Mir gelang es auch nicht immer Nein zu sagen, wenn sie einen ständig anlachen und rufen: „Iß mich, friss mich!“ Als ich 3 Kilo zugenommen hatte, hat sie zum Glück den Arbeitsplatz im Büro gewechselt, wie gesagt und ich habe erstmal gefastet. Unsere Sekretärin dagegen hatte mit ihren 56 Jahren eine Figur wie ein junges Mädchen. Sie sagte wohl auch mal zu ihr, dass sie so gut aussehen würde, wenn sie doch nur 10 Kilo weniger wiegen würde. Aber sie entgegnete nur, dass sie im Vergleich zu ihrer Tochter ein Strich in der Landschaft ist. Naja dann ist es ja nicht so schlimm. Einmal klagte sie, wie schwer eine Kiste Getränke ist. Nicht so schwer, wie ihr Fett das sie ständig unnötig an ihrem Körper mitschleppt.
Das Lied Dicke von Marius Müller Westernhagen und „Meine Frau ist fett“ gehört zu meinen Lieblingsliedern. Mein Aversion Dicken gegenüber kann ich leider nicht ganz verbergen. Wenn ich im Zug auf einem Fensterplatz sitze und am Bahnhof die Leute einsteigen, hoffe ich, dass sich kein Dicker neben mich in die Reihe quetscht, die Arme über die mittlere Armlehne hängt und die Beine breit macht. Manche sind so dreist und setzen sich erst recht neben mich. Wenn es sich ergibt setze ich mich neben dünne junge Mädchen (die haben nur manchmal den Nachteil, dass sie so viel am Telefon zu viel gackern). Ich vermute meine Vorurteile wurden mir bereits zum Verhängnis, ich habe so wahrscheinlich auch meine Kündigung durch den dicken Herrn Pfannkuch (siehe Blog vom 23.07.) provoziert.
Ich wollte mich ändern, toleranter werden. Ein Aushilfsjob im Fitness-Studio im Hypoxiclub kam mir da gerade recht. Meine Aufgabe war Frauen und auch Männer mit Gewichtsproblemen besonders im Gesäßbereich also mit „Reiterhosen“ in eine Gummischürze und dann in eine Unterdruckkammer zu helfen. Während sie 30 min darin auf einem Ergometer saßen und radfuhren (Infos unter http://www.hypoxi.net/) musste ich mit ihnen nett plaudern und ich fing an sie zu mögen. In Abständen musste ich sie messen und wiegen, Erfolg stellte sich selten ein, obwohl sie außerdem Geld für den Slimclub bezahlten und wertvolle Ernährungstips erhielten, Fitnesstraining machten. Eines Tages sagte, der Kursleiter ganz aufgebracht, heute redet er Tacheles mit den Dicken, die sind träge faul und verfressen. Behaupten sie würden sich an das Ernährungsprogramm halten und nehmen doch nicht ab. Als erstes müssten sie ihren inneren Schweinehund überwinden. Seine Geduld war vorbei, wer innerhalb der nächsten Woche nicht mindestens ein Kilo abgenommen hat, bekommt sein Geld zurück und fliegt raus. Das warf mich in meinem Toleranztraining Wochen zurück.
Also bleibt es dabei:
.....
Dicke schwitzen wie die Schweine
stopfen fressen in sich rin.
......
Dicke ham's auch schwer mit Frauen
denn Dicke sind nicht angesagt.
D'rum müssen Dicke auch Karriere machen
mit Kohle ist man auch als Dicker gefragt.
Thursday, November 22, 2007
BB (Beck und Bahnstreik)
Jedenfalls als ich endlich zu Hause war, habe ich wie fast immer als erstes unser Regionalfernsehen SALVE-TV eingeschaltet. Die machen täglich eine Stunde Programm, die dann den ganzen Tag läuft. Man sieht dann immer mal bekannte Gesichter aus Weimar, erfährt was am Wochenende los sein wird und was in letzter Zeit lief. Die Werbung muss man natürlich ertragen können oder solange aufs Klo gehen, obwohl man da auch ganz witzige Spots verpassen könnte. Letzten Freitag schalte ich ein und es läuft ein Portrait von Beck, einem alten Bekannten, dem Mann ohne Vornamen, was auch verständlich ist, wenn man Detlef heißt. Er wurde als berühmter Cartoonist vorgestellt, der 5 Jahre in Weimar gelebt hat. Ich sehe schon die vielen Gedenktafeln in der Brennerstraße "Hier wohnte Beck" an der Katholischen Kirche "Diesen Baum pflanzte Beck zu seiner Hochzeit" (Ach nee, der ist ja eingegangen und die Ehe wurde auch geschieden), am Kasseturm "Hier soff Beck", der letzte Zeitungskiosk am Theaterplatz aus dem er Zeitungen verkaufte sollte unter Denkmalschutz gestellt werden. Jedenfalls habe ich mich gefreut ihn im Lokalfernsehen zu sehen. Ich war wahrscheinlich die einzigste Zuschauerin, zumindest hat erstmal niemand angerufen als sein Cartoon verschenkt werden sollte. Ich hätte ihn ja gewollt, aber hab mich nicht getraut anzurufen. Nachdem die Moderatorin einige Minuten mit Gequatsche überbrücken mußte und endlich jemand angerufen hat, habe ich gehört dass der Ton vom Anrufer doch nicht übertragen wird. Als derjenige zu blöd war die Preisfrage zu beantworten, ging ich doch mal los mein schnurloses Telefon zu suchen, dann hatte ich es endlich, aber es war zu spät. Es gab tatsächlich mindestens drei Zuschauer. Tja schade, aber ich habe ja schon ein frühes Witzbild von ihm.
Jedenfalls schaue ich mir seitdem immer wenn es regnet seinen Schnee auf http://www.schneeschnee.de/ an (es hat die ganze Woche hier geregnet).
Gestern war das drin:
Was will er mit seinen Bildern sagen? Eigentlich will er damit garnichts sagen, sie sollen einfach nur komisch sein. Vielleicht will er auch nur sagen, dass das Leben komisch ist, sagt er. Okay Bahnstreik ist auch komisch.
...und was ist eigentlich ein Triebwagen?
Wednesday, November 07, 2007
Besuch aus Berlin
Innere Werte
Tuesday, October 30, 2007
Am Kafkamuseum
Ich weiß auch nicht warum die zwei Stehpinkler vorm dem Kafkamuseum in Prag stehen.
Werden dort die tschechischen Schüler aufgeklärt? Beim Pinkeln im Stehen bekommt man nasse Füsse, oder wie?
Monday, October 01, 2007
Kolumba
Wednesday, September 05, 2007
J.W.G.

Gleich um die Ecke von meiner Baustelle, im Karstadt-Sport, da wo auch im Dachgeschoss mein Fitness-Studio ist, hat er gewohnt.
Ist das nicht ein Zufall?
Monday, August 20, 2007
Uhren Teil 2
Monday, August 13, 2007
ML Teil 2 oder Griechisch für Anfänger
Wir ärgerten uns beide kurz darüber und dann erzählte sie mir, wie sie sich vorstellt mal bei Herrn Mehdorn zu rächen. Er wäre in einer Gasstätte bestellt sich eine Flasche Champagner und sie bringt ihm Wasser, er beschwert sich und sie sagt dann: "Naja dafür haben Sie ja 50% Rabatt bekommen, weil sie ihn schon 3 Tage im Voraus bezahlt haben."
...und Sie hat mir das Wort nochmal gesagt, mit das man weniger netten Griechen (von denen es aber nicht so viele geben soll) bei Bedarf sagen kann: Malakas
Tuesday, August 07, 2007
McClean
Wenn man Mc Clean googelt, kommen bis jetzt nur ca. 1000 Einträge zu Reinigungsunternehmen, Drogenberatungen und Lyrik über Bahnhofsklos. Toll!
Da bleibe ich lieber bei meinem Namen: Dorn wie Stachel
Open Air
Am vorletzten Freitag war ich hinter dem Monami in Weimar bei "Muxmäuschenstill". Das erste Mal hatte ich den Film in Darmstadt gesehen. Damals traute ich mich nach der Vorstellung nicht bei Rot über die Ampel zu gehen, ich hatte Angst von Gerd Grabowski bestraft zu werden.
Samstag sahen wir "Früstück bei Tiffany" im Strandkino vor der Anna-Amalia-Bibliothek. Dort konnte man in bequemen Liegestühlen lümmeln. Heute werden sie verkauft, ich hoffe Frank besorgt mir zwei.
Am Dienstag war ich am Schloß Gottesaue in Karlsruhe. Ich hatte mich mit meinen Nachbarinnen verabredet. Zwischen den ungefähr 2000 Zuschauern habe ich sie aber leider nicht gefunden. Ich fand aber noch einen Sitzplatz gleich hinter der Liegefläche.
Samstag habe ich "Das Parfum" zum zweiten Mal im Weimarhallenpark gesehen. Naja, die Leinwand ist dort ziemlich klein und die Wirkung deshalb nicht so stark. Aber nächsten Samstag kommt der Film in Karlsruhe im OpenAirKino. Dort ist die Leinwand riesig und wenn es eine warme Sommernacht wird, könnte ich mir gut vorstellen, dass das Parfum in der Schlußszene auch das Publikum auf der Liegewiese animiert.
Monday, July 30, 2007
Uhren
Da komme ich mir manchmal vor wie mein Opa. Der erzählte mir auch oft genauso alte Geschichten aus dem Krieg, das waren für mich längst vergangene Zeiten. Ich sehe ihn noch vor mir, wie er auf dem Rücken lag, er hatte eine Schlafmütze auf, das Gebiss stand noch auf dem Nachttischschränkchen im Glas, er schaute an die Decke und erzählte dabei. Meine Oma hat in der Zeit den Ofen in der Küche angeheizt. Einmal erzählte er mir, dass er (wahrscheinlich im ersten) Weltkrieg Gefangene bewachen mußte. Einer schenkte ihm eine goldene Taschenuhr und er ließ ihn laufen. Ein paar Tage später hatte er ihn wieder als Gefangenen und die Uhr hat er irgendwann mir geschenkt.

Und wir konnten uns noch sehr lebhaft an die Zeit erinnern, als unsere Eltern neonfarbene Strickpullover mit Puffärmeln trugen. Dazu trug man in der Uhrenstadt Ruhla und Umgebung farblich passende große runde Uhren. Die chicen Gehäuse aus transparentem Plastik kamen aus dem Westen, im Uhrenkombinat Ruhla wurden die Uhrenwerke eingesetzt, dann kamen sie wieder zurück zu Quelle und Tchibo. Nur ein paar Uhren blieben zurück, die bekamen die Sekretärinnen der Betriebsdirektoren, Pateichefs und Abteilungsleiter für außerordentliche Verdienste. Und ich dachte damals, sie wurden aufgrund ihrer Größe Bumsuhren genannt.
Hätte ich mich damals nicht so zickig angestellt, auf der Feier der Kombinatsleitung in unserem Jugenklub, die wir mit einem kleinen Kulturprogramm ausgestalteten, einer Modenschau mit selbsgenähten Klamotten für den ganzen Tag und hätte ich mich wie die andern Mädchen zum Schluss auf Anregung des Jugenklubleiters im durchsichtigen Flatterhemd, bei Beleuchtung von hinten zu "Je t'aime" auf dem Barhocker gerekelt und mich anschließend mal kurz bei einem der fetten alten Bonsen auf den Schoß gesetzt, hätte ich auch so eine schöne große runde knallbunte Uhr aus Plastik bekommen. Aber ich habe keine, noch nicht mal ein Foto habe ich von so einer Uhr.
Als die Mode vorbei war bekam ich mal ein Plagiat aus Plaste geschenkt, passend zur FDJ-Bluse als Teilnehmer am Jugendfestival.

